cica: arts & sweets

Wie junge Künstler in einer Seitenstrasse Malerei und Nascherei 

kunstvoll vereinen. 

Von Fabienne Hofer-Uji

Ganz zufällig kam ich an einem drückenden Samstagnachmittag am Café cica vorbei. Die vor dem Eingang platzierten Reh- und Hirschfiguren, sowie die bunte Wandmalerei nahmen sofort meinen Blick gefangen. Ich konnte daher der Versuchung nicht widerstehen, mich bei einer erfrischenden Limonade etwas zu erholen und dabei das Innere des Cafés genauer in Augenschein zu nehmen. 

Beim ersten Blick auf diese farbenfrohe Welt und die eindrucksvollen Verzierungen traute ich meinen Augen nicht.  

Beim Betreten des angenehm kühlen Cafés, fielen die Erschöpfung von meinem Fussmarsch in der brütenden Juli-Sonne und der ganze Alltagsstress sofort von mir ab. Leichtfüssig geworden, glitt ich, meinen Blick den Wänden entlang schweifen lassend, in eine wunderschöne friedliche Fantasiewelt ab. Die feinen, detailreichen hier und da mit Blau-, Violett- und Gelbtönen ausgefüllten Wandmalereien aus schwarzer Farbe bilden einen bunten Bilderfluss, der eine lange mit kleinen spannenden Anekdoten bespickte Geschichte erzählt. 

Im Café selbst hat man die Möglichkeit, luftig-weiche Pfannkuchen, knusprig-süsse Arme Ritter oder auf Toastscheiben sorgfältig angerichteten pochierten Eiern mit einem süssen Bild aus Schokoladensauce verzieren zu lassen. 

Je nach Zeit, Lust, und Hunger – abhängig von der Komplexität der Deko dauert die Zubereitung zwischen 20 und 100 Minuten – kann man sich für eine schnelle Deko (Quick Art), eine Überraschungs-Deko mit dem Namen Omakase-Art, was so viel bedeutet wie „ich überlasse es Ihnen“, oder eine Deko nach Wunsch (Customized Art) entscheiden. Alle drei Varianten haben ihren Charme. Selbst die vergleichsweise schlichten Blumen-Motive der Quick Art Variante werden mit Liebe gezeichnet. Kunstliebhaber entscheiden sich aber oft für die Deko nach Wahl und lassen ihren Lieblings-Anime-Charakter, ihren treuen vierbeinigen Begleiter oder sogar sich selbst porträtieren. 

 

 

 

Das cica ist mit 1400 bis 1800 Yen für ein Dessert/Gericht mit Getränk zwar etwas teurer als die meisten Cafés, aber die äusserst freundliche Bedienung, das kunstvolle Ambiente, die eindrucksvollen Schoko-Verzierungen, die jedem Besucher ein bewunderndes „oh“ bzw. „kawaii“ (so niedlich) entlocken, und natürlich die Tatsache, dass man mit seinem Besuch junge talentierte Künstler in ihrer Karriere unterstützt, sind den Preis auf jeden Fall wert. 

Langer Rede kurzer Sinn, wenn du ein Faible für Kunst hast, kann ich dir das Café cica nur wärmstens empfehlen! 

Öffnungszeiten: Mi –  Mo, 10:00 – 22:00

Station: Tanimachi Rokuchôme, Ausgang 3 (ca. 1 Minute)

Preislage: 1400 – 1800 Yen ($$$) 

Homepage: www.cica-cafe.jp 

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